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Karin
Rindler – Motivation
Inspiration ziehe ich aus der Beobachtung
gesellschaftlicher Zustände und ihren Einfluss auf den Einzelnen, ohne
Anspruch, dem Betrachter Antworten und Lösungen bieten zu wollen.
Druck durch Normen und Konformität, aber
auch innere Schranken und Ängste sind wiederkehrende Themen. Dabei geht
es mir nicht um individuelle Befindlichkeiten, sondern um
gesellschaftliche Phänomene, die sich in diesen individuellen
Befindlichkeiten widerspiegeln.
Dazu stelle ich Menschen in fiktive Räume, die
meist keinen realen Szenarien entsprechen, sondern mit dem Innenleben der
Figuren korrespondieren. Oft sind diese Personen nackt und damit zeitlos
und gleichzeitig verletzlich.
Trotz figurativ-realistischer Komposition
bleibt in meinen Arbeiten ein Großteil an künstlerischer Spontanität bewahrt,
um antagonistische Inhalte freizulegen, die sich von der realen Ebene
weit weg bewegen.
Ich beginne also mit einem klaren Konzept,
das sich während der Arbeit intuitiv immer wieder verändert und Raum für
neue Elemente schafft.
Es ist quasi ein Dialog, den ich mit dem
Bild, dem „unbekannten Wesen“, führe, der mich manchmal sogar wieder
zurück zur Ausgangslage bringt, um das Ganze von vorne aufzurollen.
So sind fast alle meine Arbeiten eine
Kombination aus Zufall und Vorsatz, aus abstrahierten Situationen und
realen Szenerien.
Die einzelnen Elemente bilden in ihrer
gegenseitigen Bezugnahme oft rätselhaft scheinende Kompositionen, zwar
mit narrativem Charakter, ohne aber das Geschehen entschlüsseln zu wollen.
© karin rindler 2026
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